Das Ende der verf***ten Welt 3

Die Hände beiderseits ihres larvengleich verpuppten Körpers auf der Bettdecke, lauschte sie zunehmend angespannt in die nächtliche Vorstadtstille, im Augenwinkel die schemenhaften Umrisse von Kenny Spencer, der sich Minuten zuvor beinahe vergeblich an ihr abgemüht hatte und jetzt am offenen Fenster stand, den Blick seinerseits ins Nichts gerichtet – das Nichts, das ihm die Welt angeblich immer bedeutet hatte oder das Nichts, in das sie nach seinen Berechnungen in wenigen Minuten fallen würde. Ihre Angst, dass das apokalyptische Ereignis ausbleiben könnte und sie ihre jahrzehntelang für die letzte Verzweiflungstat aufgesparte Jungfräulichkeit an einen Internetspinner verloren hätte, wurde mit jeder Minute greifbarer.

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