Das Ereignis 1

Das Licht der Straßenlaterne stand in einer noch unschlüssigen Morgendämmerung, als ihm die Bewegung auf dem gegenüberliegenden Hang auffiel. Ein formloser Schatten, der über das trübe Grau der Wiese zog.

Die Haustür fiel ins Schloss und seine Frau ging unter dem Küchenfenster vorbei.

Als er mit der zweiten Tasse Kaffee ans Fenster trat, hatte sich der Schatten in unzählige kleinere, scharf umrissene Formen aufgelöst. Er stutzte. Es waren die massigen Leiber von Rindern, die sich, flach auf den Boden gepresst, dem Wiesengraben näherten. Einige hatten ihn bereits erreicht und krochen langsam, aber stetig auf die ersten Häuser des Dorfes zu.

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